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FIW bei der ersten ExtraSchicht an der UDE
von FoKo

UDE/Eventfotograf:in
Forschung und Technik zum Anfassen
Am Samstag, 27. Juni 2026, öffnete die UDE den Campus Duisburg erstmals als Spielstätte der ExtraSchicht. Im Mittelpunkt stand die MINT-Forschung am Campus Duisburg: Mit Laborführungen, Ausstellungen, Vorträgen, Mitmach-Aktionen und Einblicken hinter sonst verschlossene Türen. Auch die FIW war mit zahlreichen Beiträgen aus Forschung, Technik und Anwendung Teil des vielfältigen Programms.
Trotz außergewöhnlich heißer Temperaturen bis spät in die Nacht wurde die erste ExtraSchicht an der UDE sehr gut angenommen: Rund 2.000 Besucher:innen kamen auf den Campus Duisburg und nutzten die Gelegenheit, Forschung, Labore, Werkhallen und technische Demonstrationen aus nächster Nähe zu erleben. Damit war die erste Teilnahme der UDE an der ExtraSchicht ein großer Erfolg. Das Publikum war dabei breit gemischt: Familien mit Kindern, Alumni, Hochschulangehörige und viele weitere Interessierte nutzten den Abend, um Forschung auf dem Campus Duisburg aus nächster Nähe kennenzulernen. Die große Resonanz machte deutlich, dass MINT-Forschung Menschen ganz unterschiedlicher Altersgruppen anspricht: Von jungen Besuchern bis zu langjährigen Wegbegleitern der Universität.
Die UDE machte an diesem Abend Forschung und Arbeit auf dem Campus Duisburg an mehreren Standorten erlebbar. Neben dem M-Bereich waren unter anderem das Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik, das NanoEnergieTechnikZentrum, das Fraunhofer inHaus-Zentrum, das Gerhard-Mercator-Haus und das Audimax LX in das Programm eingebunden. Besucher:innen konnten so unterschiedliche Bereiche des Campus kennenlernen und Einblicke in Themen wie Energie, Mobilität, Materialien, Digitalisierung, Wasserstoff, Brennstoffzellen, angewandte KI, Robotik und Elektronenmikroskopie gewinnen.
Im MC/MD-Foyer wurden während der Veranstaltung Exponate aus den Ingenieurwissenschaften gezeigt. Ergänzt wurde die Ausstellung durch ein breites Vortragsprogramm in den Hörsälen MC 122 und MD 162. Zu den Themen gehörten unter anderem künstliche Intelligenz, Bauen im Weltall mit Beton, nachhaltiges Reparieren technischer Produkte, Materialien für eine emissionsfreie Zukunft, Softwareentwicklung, Graphen, Quantenmechanik sowie Kavitationserosion. Damit wurde deutlich, wie breit das thematische Spektrum der Forschung aufgestellt ist.
Besonders nah an der ingenieurwissenschaftlichen Praxis waren die Angebote in den Hallen des M-Bereichs. In Halle MD wurden die Fachgebiete Konstruktion und Kunststoffmaschinen sowie Produktentstehungsprozesse und Datenmanagement vorgestellt. Besucher:innen erhielten dort auch die Möglichkeit zu einem Rundgang durch die Werkshalle. In Halle MA bot eine offene Werkshalle Einblicke in Mechatronik, Robotik, Mechanik und Fertigungstechnik. Ein Mix aus Vorführungen, Technik zum Anfassen, Forschung zum Anfassen, Führungen und einem Technik-Quiz machte die Inhalte für ein breites Publikum zugänglich.
Auch die Laborführungen im M-Bereich gaben Einblicke in den Forschungsalltag an der UDE. Auf dem Programm standen unter anderem „Magnetische Muster: Reise ins virtuelle Nanolabor“, „Von Planetenentstehung bis Mars“, „Von der Glasscheibe zur fertigen Solarzelle“, „Echt oder schlecht? Materialien auf den Zahn gefühlt“, das offene Labor „Das schnellste Labor der Welt“, das „NanoSchoolLab“, Laserspuren in der Optik, „Magnete für die Energie von Morgen“, Nanopartikel sowie Einblicke in die zentrale Leittechnik der Universität. Weitere Programmpunkte führten Besucher in das Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik. Dort standen unter anderem das „QuantumSchoolLab“ sowie eine Führung unter dem Titel „Nicht nur sauber sondern Rein(raum) – Hier werden Chips gemacht!“ auf dem Programm. Damit erhielten Interessierte Einblicke in Quantenphänomene, Reinraumtechnik und Halbleiterforschung. Das NanoEnergieTechnikZentrum war ebenfalls mit mehreren Laborführungen vertreten. Besucher:innen konnten dort erfahren, wie aus Gas und Feuer Nanopartikel entstehen, wie Nanopartikel auf dem Weg zum Material genutzt werden und welche Möglichkeiten das Mikroskopiezentrum ICAN bietet. Diese Führungen zeigten anschaulich, wie Forschung im Nanomaßstab mit Fragen der Materialentwicklung, Analyse und Energietechnik verbunden ist.
Auch über die ingenieurwissenschaftlichen Stationen hinaus bot die ExtraSchicht ein vielfältiges Programm. Im Audimax LX traten die UDE-BigBandits auf, außerdem gab es einen ScienceSlam sowie experimentelle Vorträge. Im Fraunhofer inHaus-Zentrum standen Informatik und Technik zum Anfassen mit Robotern, Virtual-Reality-Anwendungen, einem Escape Room und Einblicken in das ZaKI.D-Projekt im Mittelpunkt. Eine Kunstausstellung im Gerhard-Mercator-Haus präsentierte unter anderem „NanoArt“, also echte Forschungsdaten in künstlerischer Darstellung.
Die UDE zog nach der Veranstaltung eine positive Bilanz: Besonders beliebt bei Besuchern allen Alters waren die Laborführungen, auch die Labor- und Technikführungen wurden sehr gut angenommen. Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert besuchte am Abend viele Labore und Hallen sowie das Konzert der UDE-BigBandits. Sie dankte dem Organisationsteam unter der Leitung von Dr. Miriam Böhm und allen Mitarbeitenden, die an der Gestaltung der ExtraSchicht beteiligt waren, ausdrücklich für ihr großes Engagement.
Als Fakultät sind wir besonders stolz darauf, dass sich zahlreiche Fachgebiete an der ExtraSchicht beteiligt haben. Viele Mitarbeitende haben sich an diesem Abend die Zeit genommen, ihre Forschung, ihre Labore und ihre technischen Anwendungen einem breiten Publikum vorzustellen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie stark die FIW gemeinsam auftreten kann, wenn es darum geht, ingenieurwissenschaftliche Forschung sichtbar, verständlich und zugänglich zu machen. Die erste Teilnahme an der ExtraSchicht bot dafür eine besondere Gelegenheit: Von Werkhallen und Laboren bis zu Nanopartikeln, Robotik, Fertigungstechnik, Halbleitertechnik und Energieforschung wurde deutlich, wie anschaulich und vielfältig ingenieurwissenschaftliche Themen vermittelt werden können. Wir danken allen Herfer:innen ganz herzlich!