Energie und Wirtschaft (Power and Management)

Aufgrund der Einführung liberalisierter Marktstrukturen im Bereich der elektrischen Energieversorgung muss die bislang vielfach vorwiegend technisch dominierte Sicht in Unternehmen der Energiebranche mit wirtschaftswissenschaftlicher Kompetenz verbunden werden.

Von Fach- und Führungskräften im Energiebereich werden somit zunehmend integriert wirtschaftlich-technische Fähigkeiten verlangt, und zwar insbesondere in den Bereichen der neuen Technologien im Energiebereich (z.B. Brennstoffzelle, Kombination der elektrischen Energieversorgung mit Telekommunikationseinrichtungen, Umwelttechnologien, Supraleiter-Technologien, ...), und der Fragen der Nachhaltigkeit von Energieerzeugung, -versorgung und -anwendung, beispielsweise: Bewertung der Energieträger und -systeme, elektromagnetische Verträglichkeit, Verträglichkeit der Energieerzeugung und -versorgung (z.B. umweltbezogen oder gesellschaftsbezogen).
Gerade die Verbindung der Aspekte von Wirtschaft und Technik in der Lehre sollen Wirtschaftsingenieure/innen mit der Studienrichtung Energie und Wirtschaft (Power and Management) befähigen, in ihrem Beruf an der Weiterentwicklung nachhaltiger energietechnischer Systeme und der Steigerung der Effizienz in den jeweiligen Unternehmen auf der Basis fundierter Kenntnisse aus beiden Bereichen mitzuwirken. Zukünftige Duisburg-Essener Wirtschaftsingenieure/innen sollen daher in ihrem Studium eine interdisziplinäre Wissensbasis erarbeiten, insbesondere die Grundlagen der Planung, des Entwurfs, der Einführung, des Betriebs und des Managements von energietechnischen Systemen und Organisationsformen mit der Fähigkeit zur Vorhersage und Bewertung des Verhaltens und der Auswirkung solcher Systeme. Hierbei finden Fragen des Managements von Nachhaltigkeit bzw. von Zukunftsbeständigkeit der Energietechnologien, in Übereinstimmung mit den EU-Zielsetzungen, in den Lehrveranstaltungen besondere Berücksichtigung.

 

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Informationstechnik und Wirtschaft (Information technology and management)

Unternehmen diverser Branchen sind durch einen möglichst durchgängigen Informationsverbund von den betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozessen bis zu den technischen Transport-, Speicher- und Umwandlungsprozessen gekennzeichnet. Zum Planen und zum Betreiben eines solchen Informationsverbundes sind einerseits betriebswirtschaftliche Kenntnisse erforderlich, andererseits technische Kenntnisse aus Informations- und Kommunikationstechnik sowie Automatisierungstechnik, wozu auch das Verstehen der technischen Prozessabläufe gehört.

Ein anderer Aspekt sind Tätigkeiten in Unternehmen, die nachrichtentechnische, informationstechnische oder automatisierungstechnische Geräte entwickeln und herstellen und entsprechende Systeme und Anlagen projektieren. Auch hier gibt es zahlreiche Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen Technik und Betriebswirtschaft. Beispielweise müssen viele Entscheidungen auf der Basis von Überlegungen zu Kosten, Marktrisiken, technischen Risiken, aber auch unter Berücksichtigung von technischen Regeln und Vorschriften sowie von Aspekten der Umwelt und der sozialen Verträglichkeit getroffen werden.

In der Vertiefung „Informationstechnik und Wirtschaft“ werden daher einerseits betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt, andererseits technische Grundlagen aus den elektrotechnisch orientierten Teilgebieten Nachrichtentechnik, technische Informatik und Automatisierungstechnik. Damit bietet sich den Absolventen ein breites Spektrum von zukunftsträchtigen Tätigkeiten in zahlreichen Branchen.

 

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Maschinenbau und Wirtschaft (Mechanical Engineering and Management)

Die derzeitige weltweite Unternehmensstruktur wird geprägt von globalen Märkten und einem Wandel von der Industrie- zur Informations- und Wissensgesellschaft. Unternehmen und Beschäftigte, Ingenieure/innen sowie Manager/innen müssen auf diesem weltweiten arbeitsteiligen Markt agieren. Vor diesem Hintergrund hat sich das Anforderungsprofil der Ingenieure/innen geändert. Neben ihrer technologischen Verantwortung für neue Produkte und Prozesse sowie der betriebswirtschaftlichen Verantwortung tragen sie auch eine soziale und ökologische Verantwortung.

Für interdisziplinäre und ressortübergreifende Aufgaben an der Nahtstelle zwischen Technik und Wirtschaft sind insbesondere Absolventen/innen des Wirtschaftsingenieurwesens geeignet, da sie praxisnah und wissenschaftlich qualifiziert sind. Wegen ihres doppelt qualifizierenden Studiums haben Wirtschaftsingenieure/innen ein breites Berufsfeld.

Aufbauend auf einem breiten wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenstudium im Bachelor-Studiengang wählen die Studierenden im fortgeschrittenen Bachelor-Studium neben einer wirtschaftswissenschaftlichen Vertiefung eine ingenieurwissenschaftliche Vertiefung. Im Master-Studiengang werden die entsprechenden Vertiefungen auf Master-Niveau angeboten. Mit Bezug auf die Schwerpunktthemen des Duisburger Maschinenbaus ergeben sich berufsbefähigende technische Spezialisierungsmöglichkeiten in folgenden Bereichen:

Produkt Engineering

Das Produkt Engineering ist ein weit gefasstes Aufgabenfeld und dementsprechend breit ist auch das Angebot an die Studierenden. Die Vertiefungsmöglichkeiten und dementsprechenden späteren Tätigkeitsfelder reichen von werkstoffkundlichen Inhalten über Produktentwicklung, Konstruktion, Fertigungs- und Produktionstechnik, Produktionsplanung und -steuerung bis hin zu Transport und Logistik.


Energie- und Verfahrenstechnik

Ebenso breit ist das Spektrum an Tätigkeitsfeldern, für die die Studierenden sich im Bereich Energie- und Verfahrenstechnik qualifizieren können. Es umfasst z. B.: Stromerzeuger, Turbomaschinen, Verbrennungskraftmaschinen, thermische und mechanische Verfahrenstechnik, regenerative Energietechnik, Umweltverfahrenstechnik, Umwelttechnik, Wassertechnik, Abfalltechnik, Brennstoffzellen-Technologie etc.


Mechatronik

Die Mechatronik ist eine fächerübergreifende Disziplin, in der Spezialwissen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informationsverarbeitung in allen Phasen des Entwicklungsprozesses eines mechatronischen Produktes (z.B. ABS, Antischlupfregelung, Robotik etc.) zusammengeführt werden. Damit kann den ständig wachsenden Anforderungen heutiger Produktentwicklungen Rechnung getragen werden. Hier eröffnen sich dem/r Wirtschaftsingenieur/in Tätigkeitsfelder z.B. in der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrtindustrie oder auch in der Automatisierungstechnik.


Schiffstechnik

Mit der Vertiefung im Bereich der Schiffstechnik stehen den Studierenden sämtliche oben beschriebenen Tätigkeitsfelder im Bereich der Binnen- und Seeschifffahrt offen. Zu nennen wären hier z.B. der Schiffbau und der Schiffsmaschinenbau, der Yachtbau, der Hafenbetrieb, das Reedereiwesen, die Meerestechnik und die Schiffssicherheitstechnik.


Gießereitechnik

Die Giessereitechnik befasst sich mit der Verarbeitung von Metallen aus der flüssigen Phase.
In dieser Studienvertiefung wird ein Mix aus vielen Disziplinen benötigt. Sie erfordert in den unterschiedlichen Bereichen dabei jeweils spezielle Kenntnisse, um die Prozesse im beruflichen Alltag zu beherrschen. Daher erlernen Studenten hier umfangreiches Wissen im Bereich der Werkstoffe und Gussverfahren sowie spezielles Wissen zu Verbrennung und dem thermodynamischen Verhalten von Guss. Die breit angelegte Wissensbasis ermöglicht daher auch den Einsatz in verschiedenen Bereichen der Schwerindustrie, aber auch in der Forschung und der Produktion von Hightech Guss-Produkten wie z.B. Turbinenschaufeln oder Motorteilen.


Metallverarbeitung und -anwendung

Die Metallverarbeitung und die Anwendung von Produkten aus Metall sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Die Duisburg-Essener Studierenden dieser Vertiefung erwerben Kompetenzen, die sie befähigen, in nahezu jedem metallverarbeitenden Unternehmen eingesetzt zu werden. In dieser Vertiefung wird besonderer Wert auf ein breit angelegtes Wissen gelegt, das von der Metallerzeugung über Technologien zur Verarbeitung bis hin zur Anfertigung und Auswertung komplexer technischer Berechnungen zur Auslegung und zur Vorhersage des Verhaltens von komplizierten Bauteilen geht. 

 

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Automotive Engineering & Management (Nur im Masterstudiengang)

Die Automobil- und Zuliefererindustrie besitzt eine hohe Innovationsdynamik. Der bevorstehende technologische Umbruch erfordert neue Kooperationen von Elektrotechnik, Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre und es werden Absolventen mit diesem interdisziplinären Wissen gebraucht.
Durch die Globalisierung werden zudem immer mehr Mitarbeiter benötigt, die landesspezifische wirtschaftliche, technische und kulturelle Rahmenbedingungen verstehen und darauf bezogen entscheiden und handeln können.

Der dreisemestrige Master-Studiengang „Automotive Engineering & Management“ bietet eine interdisziplinäre Ausbildung für einen traditionsreichen und wichtigen Wirtschaftszweig. Als technische Vertiefungsrichtung kann Maschinenbau oder Elektrotechnik gewählt werden.

Es sollen kreative Generalisten ausgebildet werden, die z.B. auch den Übergang in die Elektromobilität managen können. Die Absolventen werden für alle technischen und ökonomischen Arbeitsfelder qualifiziert, u.a. für (leitende) Funktionen in Planung und Controlling, im technischen Einkauf, in der Kommerzialisierung neuer Produkte und Technologien (z.B. Elektrofahrzeuge), in der Logistik und im technischen Marketing.

 

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