Strategische ZielebeneAktualitätsbezug und Veränderungsfähigkeit

Hochschulen und ihre Studierenden müssen sich proaktiv an die Komplexität des gesellschaftlichen Wandels anpassen, um die Anforderungen an eine zukunftsfähige akademische Bildung zu erfüllen. Im Fokus stehen die Aneignung fachlichen Wissens und methodischer Grundlagen, die Ausbildung einer inneren Haltung und die aktive Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen, technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen.

Wir fördern die Kompetenz im Umgang mit AI/KI (Artificial Intelligence / Künstliche Intelligenz) von Studierenden und Lehrenden.


AI Literacy bezieht sich auf Fähigkeiten und Kompetenzen, AI-Technologien effektiv zu nutzen und kritisch zu bewerten. Sie schließt ein grundlegendes Verständnis technischer Konzepte (wie maschinelles Lernen und den Einfluss der Trainingsdaten), ethischer und gesellschaftlicher Auswirkungen, sowie den verantwortungsvollen Umgang mit immersiven Technologien ein. AI Literacy knüpft dabei an Digital Literacy, den souveränen Umgang mit digitalen Technologien, sowie an Data Literacy, den kompetenten Umgang mit Daten, an.

Ziel an der UDE ist es, AI Literacy systematisch zu fördern, sodass Studierende und Lehrende AI-Tools kompetent einsetzen, ethische und gesellschaftliche Fragen berücksichtigen und die digitale Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Die UDE versteht die Verfügbarkeit generativer AI als eine Entwicklung, die bereits in den Alltag von Lehrenden und Studierenden sowie in Forschung und berufliche Praxis Einzug gehalten hat.
Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, Fort- und Weiterbildungsformate für Lehrende und Studierende zu implementieren. An der UDE werden die digitalen Kompetenzen ihrer Mitglieder gestärkt, das Teilen freier Bildungsmaterialien im Sinne von Open Science gefördert und digitale Lehr- und Lernformate kontinuierlich weiterentwickelt. Daher werden verstärkt frei verfügbare Angebote zur Förderung digitaler Bewusstheit entwickelt.
Ziel ist neben wissenschaftlicher Bildung auch die Entwicklung der Persönlichkeit und digitaler Souveränität unserer Studierenden. Dazu gehören der reflektierte Umgang mit Daten, der kritische Einsatz von AI-Tools sowie die Kenntnis der relevanten rechtlichen Grundlagen. An der UDE werden fachinhaltliche Innovationen aus dem AI-Kontext, Data Mining und Data Analysis in die Curricula der Studiengänge integriert. Dazu zählen auch ethische, gesellschaftliche und rechtliche Aspekte. Die Nutzung von Textgeneratoren erfordert die Entwicklung angemessener Prüfungsformate und Inhalte bzw. eine Anpassung für (unbeaufsichtigte) schriftliche Formate wie wissenschaftliche Haus- und Abschlussarbeiten.

Wir lernen, mit systemischem Denken und Handeln in Studium und Lehre die Zukunft zu gestalten.


Studierende auf systemisches Denken und Handeln gezielt vorzubereiten bedeutet, dass sie komplexe gesellschaftliche Herausforderungen bearbeiten, die nicht mehr allein mit dem Wissen und den Methoden einer einzelnen Disziplin gelöst werden können.

Ziel an der UDE ist es, die Integration von Wissen und Methoden aus verschiedenen Fachrichtungen zu fördern, um die Komplexität realer Probleme zu lösen. Wir bearbeiten komplexe gesellschaftlich relevante Fragestellungen über die Grenzen einzelner Disziplinen hinaus und berücksichtigen dies in der Curriculumentwicklung, Lehr- und Lerngestaltung und Kompetenzentwicklung. Transdisziplinarität im Studiengangportfolio zu integrieren bedeutet für uns, die enge Verknüpfung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und oft auch lebensweltlicher Perspektiven bei der Gestaltung von Studiengängen.
Der transdisziplinäre Ansatz in Studium und Lehre fördert nicht nur fachübergreifende Kompetenzen, sondern auch die Fähigkeit, mit Unsicherheit, Komplexität, Veränderung und gesellschaftlicher Verantwortung umzugehen. Dies sind zentrale Anforderungen an Absolvent*innen in einer zunehmend dynamischen Welt.

  • Braßler, M., Brandstädter, S., & Lerch, S. (Hrsg.). (2023). Interdisziplinarität in der Hochschullehre (Interdisziplinäre Lehre, Bd. 1). wbv Publikation. https://doi.org/10.25656/01:28135
  • Schmohl, T., & Philipp, T. (2021). Transdisziplinäre Didaktik. Eine Einführung. In T. Schmohl (Hrsg.), T. Philipp (Hrsg.) & J. Schabert (Mitarb.), Handbuch Transdisziplinäre Didaktik (S. 13–23). transcript. https://doi.org/10.25656/01:27636
Die hier exemplarisch vorgestellten Projekte und Maßnahmen geben Einblick in die Vielfalt der Aktivitäten, mit denen die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an unserer Hochschule vorangetrieben wird.

Kennen Sie weitere Projekte oder Maßnahmen, die hier nicht fehlen sollten? Schreiben Sie uns eine E-Mail.

Angebote für Lehrende


Extracurriculare Angebote

Wir entwickeln curricular integrierte Theorie-Praxis-Verknüpfungen.


Theorie-Praxis-Verknüpfungen in Studiengängen beziehen sich auf die systematische Verzahnung von theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen, um die Relevanz fachlichen Wissens für berufliches Handeln im Studium erfahrbar zu machen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die Wahrnehmung der Universität als Ort von Wissenschaft und Theorie um die wechselseitige Bezugnahme zur beruflichen Praxis zu erweitern.

Ziel an der UDE ist es, dass Studierende durch Praxissemester, Projektarbeiten oder Praktika eine wissenschaftlich reflektierte Handlungskompetenz entwickeln.
Curricular integrierte Theorie-Praxis-Verknüpfungen führen in didaktisch aufeinander abgestimmten Lehrprozessen zu wissenschaftlich- und praxisorientiertem Lernen innerhalb der Studiengänge. Theorie-Praxis-Verknüpfungen fördern insbesondere in unseren dualen oder praxisbezogenen Studiengängen die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung.
Mit dem Vorhaben „DaZFlexPro“ beschreitet die UDE beispielsweise gemeinsam im Verbund mit der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund neue Wege in der Gestaltung der Praxisphasen im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ).

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Wir lernen, mit Krisenerfahrungen umzugehen.


Krisen nehmen weltweit zu, bedingt durch Kriege, Pandemien, Klimawandel, wirtschaftliche Unsicherheiten und politische Instabilitäten. Studierende und Lehrende sehen sich deshalb zunehmend mit vielfältigen Krisenerfahrungen konfrontiert, die durch persönliche Belastungen das Lernen und Lehren beeinträchtigen.

Ziel an der UDE ist es, ihre Mitglieder dabei zu unterstützen, einen Umgang mit Krisensituationen zu finden.
Die Zunahme psychischer Belastungen und die gestiegene Nachfrage nach Beratung zeigen, dass Studierende der UDE zunehmend in Krisensituationen gelangen können. Resilienzförderung und ein gutes Erwartungsmanagement können dazu beitragen, Krisen als Entwicklungschance zu nutzen. Wir stärken das Vertrauen in die Institution durch eine transparente und empathische Kommunikation und ermöglichen Hilfestellungen.
Lehrende an der UDE werden durch Fortbildungs- und Beratungsangebote unterstützt, kompetent auf Krisensituationen zu reagieren und Studierende zu begleiten, ohne dabei die eigenen Möglichkeiten zu überschreiten.

  • Hofmann, Y. E. (Hrsg.). (2024). Die psycho-soziale Situation von Studierenden in der (post-)pandemischen Zeit: Stand der Forschung und Impulse aus der Praxis (Hochschulwesen: Wissenschaft und Praxis, N. F., Bd. 48). UVW UniversitätsVerlagWebler. https://doi.org/10.25656/01:32089
  • Luhmann et. al (2023). Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie. https://www.land.nrw/einsamkeit
  • Schuchardt, E. (2003). Krisenmanagement und Integration. Bd. 2, Weiterbildung als Krisenverarbeitung (8. überarb. erw. Aufl.) (Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung). W. Bertelsmann Verlag. https://doi.org/10.3278/14/1086w
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Angebote zur Förderung (akademischer) Resilienz

Unsere Lehrenden bilden sich systematisch für die akademische Lehrtätigkeit weiter.


Professionalisierung akademischer Lehrtätigkeit bezeichnet den strategischen Prozess, der Lehrende in der kritischen Reflexion, Erprobung und Weiterentwicklung ihrer Lehrpraxis unterstützt. Dadurch wird die Integration innovativer Methoden, der Austausch von Erfahrungen innerhalb der Hochschulgemeinschaft und die praxisnahe Gestaltung gefördert, um die Qualität von Studium und Lehre nachhaltig zu steigern.

Ziel an der UDE ist es, die Qualifizierung und Vernetzung von Akteur*innen in Studium und Lehre innerhalb der Hochschulgemeinschaft zu fördern, wodurch erfolgreiche Lehrpraxis diskutiert und verbreitet werden kann.
Dies ist entscheidend, um die Qualität von Studium und Lehre zu sichern und den wachsenden Anforderungen an digitale, didaktische sowie transformative Lehr- und Lernformate gerecht zu werden. Gleichzeitig werden Lehrende befähigt, ihre Lehre selbstständig und verantwortungsvoll zu gestalten, die Motivation ihrer Studierenden zu fördern und die strategischen Vorgaben der Hochschule umzusetzen. Professionalisierung wird damit zu einem zentralen Instrument, das die Verbindung von individueller Lehrpraxis und institutionellen Qualitätsstandards stärkt. Die UDE ist Mitglied im Universitätsnetzwerk Hochschuldidaktik NRW und engagiert sich in der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik.

Die hier exemplarisch vorgestellten Projekte und Maßnahmen geben Einblick in die Vielfalt der Aktivitäten, mit denen die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an unserer Hochschule vorangetrieben wird.

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Professionalisierung der Lehrpraxis