Strategische ZielebeneDiversität und Chancengleichheit

Alle Hochschulangehörigen an der UDE setzen sich für eine zukunftsfähige akademische Bildung ein, die die Herausbildung unterschiedlicher Kompetenzprofile in vielfältigen Ausprägungen und Kombinationen fördert. Durch die Gestaltung von Bildungsprozessen, in der die Bedürfnisse der Studierenden ernst genommen werden, können wir ein partizipatives und flexibles Lernumfeld schaffen. Ein respektvoller Umgang der Studierenden untereinander sowie eine offene, wertschätzende Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden tragen zur produktiven und inklusiven Campuskultur bei.

Die UDE soll ein Ort sein, an dem alle angstfrei, respektvoll und wertschätzend miteinander lernen, lehren und arbeiten können.


Wertschätzung ist ein fortlaufender Prozess, der kontinuierliche Reflexion und aktive Maßnahmen beinhaltet, um einen respektvollen Umgang miteinander zu ermöglichen. Demgegenüber stehen Diskriminierungen, die das Gefühl von Angstfreiheit und Sicherheit gefährden. Diskriminierung umfasst Benachteiligungen, beispielsweise durch mangelnden barrierefreien Zugang zu Materialien oder Räumen, Belästigungen und Gewalt. Als Diskriminierung gelten auch Formen von Benachteiligung oder der Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen, insbesondere innerhalb von Lehr- oder Studienkontexten.

Ziel an der UDE ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Studierenden, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Identität oder persönlichen Merkmalen, sowohl im Lehr-, Lern- als auch im Lebensbereich des Campus sicher, akzeptiert und respektiert fühlen. Diskriminierung kann mehrere Identitätsmerkmale betreffen, daher ist Intersektionalität zu berücksichtigen. Die UDE setzt auf die Konzepte von „Safer Space“ und „Brave(r) Space“. Safer Spaces bieten geschützte Räume für marginalisierte Gruppen, in denen Respekt, Solidarität und Schutz vor Diskriminierung gelten. Brave(r) Spaces gehen darüber hinaus, indem sie Differenzen, Konflikte und Unsicherheiten produktiv nutzbar machen und transformatives Lernen ermöglichen. Beide Konzepte fördern Teilhabe, Empowerment und kritische Auseinandersetzung. An der UDE verstehen wir eine angstfreie Lehr- und Lernkultur als einen verlässlichen Raum für Widerspruch, in dem Dissens und die Notwendigkeit des Perspektivwechsels dazu beitragen, kritisches Denken und Diskursfähigkeit anzuregen.

Allen Mitgliedern der UDE stehen verbindliche Anlaufstellen, wie z. B. eine*n Antidiskriminierungsbeauftragte*n, Ombudspersonen sowie institutionalisierte Beschwerdeverfahren zur Verfügung, bei denen Vorfälle nicht nur gemeldet, sondern auch professionell und zeitnah bearbeitet werden.
Zur Förderung des kompetenten Umgangs mit Diversität zählt zudem das Diversity Monitoring als ein fester Bestandteil des Qualitätsmanagements. Es dient der systematischen Überprüfung und Weiterentwicklung von Diversitätsmaßnahmen im Bereich Studium und Lehre.

Wir fördern inklusives Lehren und eigenverantwortliches Lernen.


Inklusives Lehren und eigenverantwortliches Lernen zielen darauf ab, die individuellen Stärken, Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten der Lernenden zu erkennen und gezielt zu fördern. Dabei werden Lernprozesse so gestaltet, dass alle Studierenden, unabhängig von biografischem Hintergrund, sozialer oder regionaler Herkunft, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen oder Geschlecht chancengleich und aktiv am Lernprozess teilhaben können.

Ziel an der UDE ist es, inklusives Lehren zu fördern, das eigenverantwortliches Lernen unterstützt und jede*n Einzelne*n wertschätzt, um vielältige Entwicklungschancen zu ermöglichen. Gleichzeitig werden strukturelle Inklusion und barrierefreie Zugänge in physischer, digitaler und curricularer Hinsicht gewährleistet. Diese Maßnahmen sind nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern ermöglichen auch chancengerechte Teilhabe für alle Studierenden. Dabei werden kompetenzorientierte Curricula entwickelt, die nach dem Prinzip des Constructive Alignements Future Skills integrieren. Zentral sind zudem die Förderung von Reflexionsfähigkeit sowie die systematische Unterstützung eigenverantwortlichen und selbstregulierten Lernens. Diversity-Aspekte werden bei der Weiterentwicklung von Studiengängen und Lern- und Lehrformaten konsequent berücksichtigt, etwa hinsichtlich Chancengerechtigkeit, Zugänglichkeit und Integration.
Zur Umsetzung gehören neben baulichen Maß-nahmen vor allem qualifizierende Angebote für Lehrende, um barrierefreie und inklusive Lehrinhalte zu entwickeln. Servicestellen unterstützen Lehrende bei der Erstellung barrierefreier Materialien und stellen geeignete Tools bereit. Curriculare Barrierefreiheit wird zudem durch flexible Studiengangs- und Prüfungsordnungen gefördert, die eine individuelle Tempo- und Pausengestaltung (z. B. Teilzeitmodelle und Weiterbildungsangebote) ermöglichen. Die Beratung zur Studiengangentwicklung umfasst die hochschuldidaktische und digitale Kompetenzentwicklung, um aktivierendes und inklusives Lernen gezielt zu stärken.

Wir motivieren leistungsstarke Studierende, damit sie ihre Potenziale entfalten und Verantwortung für die Zukunft übernehmen können.


Ausgehend von einem breiten, diversitäts- sowie talent- und motivationsorientierten Leistungsverständnis, bezeichnet Bestenförderung die gezielte Unterstützung besonders leistungsstarker und engagierter Studierender, um ihre fachlichen und persönlichen Potenziale bestmöglich zu entwickeln und zu begleiten. Mit Stipendienprogrammen und Bestenförderung werden engagierten Studierenden Chancen zur persönlichen und fachlichen Entfaltung eröffnet.

Ziel an der UDE ist es, durch transparente Auswahlverfahren, individuelle Begleitung und die Verknüpfung von Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung dazu beizutragen, dass junge Menschen ihre Potenziale entfalten und Verantwortung für die Zukunft übernehmen können. Gleichzeitig werden leistungsstarke Studierende unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder familiären Herkunft systematisch auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam gemacht, gezielt im Bewerbungsprozess begleitet. Dies wirkt sozialer Selektivität entgegen (Hochschulentwicklungsplan, kurz HEP). Unabhängig von ihrem Erfolg beim Erwerb von Stipendien werden die Studierenden zusätzlich mit im Fach verankerten Angeboten zur Kompetenzentwicklung gefördert, um sie auf Führungsrollen in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft vorzubereiten.

Die hier exemplarisch vorgestellten Projekte und Maßnahmen geben Einblick in die Vielfalt der Aktivitäten, mit denen die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an unserer Hochschule vorangetrieben wird.

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Angebote Begabtenförderung


Projekte:

Wir gestalten Lernen nahtlos (Seamless Learning), damit Kompetenzen flexibel und ohne Brüche erworben werden können.


Seamless Learning beschreibt die nahtlose Integration unterschiedlicher Lernszenarien, Medien und Lernumgebungen, sodass Lernende in ihrem Lernfluss nicht durch Medienwechsel zwischen Geräten oder Formaten oder durch Übergänge zwischen Theorie und Praxis unterbrochen werden. Dieses Verständnis von Seamless Learning geht über die rein technische Verbindung von Lernumgebungen hinaus. Als lernendenzentriertes Konzept, integriert Seamless Learning technologische, didaktische und organisatorische Aspekte.

Ziel an der UDE ist es, Lernprozesse durch Medienwechsel, unterschiedliche Lernorte, Zeitstrukturen oder technische Barrieren kohärent zu gestalten.
Die Diversität von Studierenden, wie z. B. Erstakademiker*innen, Berufstätige, internationale Studierende oder Personen mit Betreuungspflichten und/oder Care-Aufgaben, erfordert flexible Studienangebote. Dies fördert die Durchlässigkeit zwischen Bildungswegen und die Anerkennung vielfältiger Kompetenzen. Innerhalb curricularer Rahmen können Studierende ihr Lerntempo, ihre Lernorte und Lernmethoden stärker selbst bestimmen und so ihre Bildungswege individuell gestalten.

  • Digitalisierungsstrategie der UDE: https://www.uni-due.de/de/digitalisierung/
  • Floor, N. (2023). This is learning experience design: What it is, how it works, and why it matters. Pearson/New Riders.
  • Kuhl, G. D. (1996). Guiding principles for creating seamless learning environments for undergraduates. Journal of College Student Development, 37(2), 135–148. https://eric.ed.gov/?id=EJ527218
  • Müller Werder, C., & Erlemann, J. (Hrsg.). (2020). Seamless learning – lebenslanges, durchgängiges Lernen ermöglichen (Medien in der Wissenschaft, Bd. 77). Waxmann. https://doi.org/10.25656/01:21508
  • Tremp, P. (2024). Flexibilisierung des Hochschulstudiums – eine Leitidee in vielfältiger Ausprägung. Einleitung in das Themenheft. Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung, 42(2), 91–104. https://doi.org/10.25656/01:32396
Die hier exemplarisch vorgestellten Projekte und Maßnahmen geben Einblick in die Vielfalt der Aktivitäten, mit denen die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an unserer Hochschule vorangetrieben wird.

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