Meldungen aus der Medizinischen Fakultät

DFG fördert Krebsstudie mit 3,5 Mio. Euro - Dem schwarzen Hautkrebs auf der Spur

[12.01.2018] Mit einem neuen 3D-Bildverfahren könnte es Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) gelingen, schwarzen Hautkrebs zuverlässig aufzuspüren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die auf fünf Jahre angelegte klinische Studie am Universitätsklinikum Essen mit 3,5 Millionen Euro.

Prof. Dr. Joachim Klode und Privatdozent Dr. Ingo Stoffels testen in einer multizentrischen klinischen Studie, ob sie mit dem dreidimensionalen bildgebenden Verfahren die Entdeckung der Wächterlymphknoten sowie das krankheitsfreie Überleben der Patienten im Vergleich zum Goldstandardverfahren verbessern können. Die Wissenschaftler setzten dabei auf die sogenannte Hybrid-Single- Photonen Emission Computertomographie / Computertomographie (SPECT/CT). Mit deren Hilfe lassen sich nicht nur Stoffwechselvorgänge in Organen, sondern auch ihre Struktur darstellen.

Bisher wird an der Hautklinik des Universitätsklinikums Essen mit der Lymphabstromszintigraphie das Standardverfahren angewendet. Dabei werden die Wächterlymphknoten durch radioaktiv markierte Eiweißpartikel markiert. Wächterlymphknoten liegen im direkten Abflussgebiet der Lymphflüssigkeit von Tumoren. Werden in ihnen Tumorzellen nachgewiesen, ist es wahrscheinlich, dass sich bereits weitere Metastasen im Umfeld befinden oder noch ausbilden werden. Liegen keine Tumorzellen vor, müssen die Patienten deutlich weniger aggressiv behandelt werden. Welche Lymphknoten dies jeweils sind, muss jedoch zunächst identifiziert werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Joachim Klode, Hautklinik, Joachim.Klode@uk-essen.de
PD Dr. Ingo Stoffels, Hautklinik, Ingo.Stoffels@uk-essen.de