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Digitale Gesundheitsangebote: PANDORA-Team erforscht Gründe für hohe Abbruchraten

[06.07.2026] Digitale Gesundheitsangebote wie Online-Kurse sollen Patient:innen helfen, Krankheiten besser zu bewältigen und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Doch manche Menschen nutzen diese kürzer als vorgesehen. Warum das so ist und wie es sich ändern ließe, untersuchen Wissenschaftler:innen des PANDORA-Projekts. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss fördert das Vorhaben bis Mai 2029 mit 1,51 Millionen Euro. Maßgeblich beteiligt sind auch Forschende der Medizinischen sowie der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). An das Essener Projektteam um Priv.-Doz. Dr. Alexander Bäuerle aus der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Dr. Nikola Blase und Prof. Dr. Dr. Anja Neumann vom Lehrstuhl für Medizinmanagement fließen rund 736.000 Euro.

Digitale Gesundheitsangebote sind jederzeit und von überall aus verfügbar. Ihr Nutzen hängt jedoch entscheidend davon ab, ob Patient:innen die Angebote regelmäßig und langfristig verwenden. Im Zuge von PANDORA erfassen und analysieren die Wissenschaftler:innen deshalb in einer Studie, wie konsequent Menschen digitale Angebote nutzen und warum oder warum nicht. Einbezogen werden Personen, die so etwas bereits nutzen und jene, die sich dagegen entschieden haben.

Im Fokus stehen digitale Gesundheitsanwendungen, digitale Angebote im Rahmen von Versorgungsverträgen sowie präventive Online-Kurse. Die Forschenden ermitteln, welche Bedürfnisse die Proband:innen haben, welche Erwartungen sie mitbringen und welche Gründe dazu führen, dass Angebote frühzeitig beendet werden.

„Mit PANDORA möchten wir herausfinden, wie hohe Abbruchraten verhindert werden können“, sagt PD Dr. Alexander Bäuerle. Der Psychologische Psychotherapeut ist Co-Projektleiter am Essener Standort und arbeitet in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LVR-Universitätsklinik Essen. „Unser Ziel ist, dass Patient:innen zukünftig mehr und länger von digitalen Versorgungsangeboten profitieren können.“

So ist PANDORA aufgebaut

Die Konsortialführung liegt bei Dr. Anna Bußmann vom Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement. Zum Konsortium gehören weiterhin die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der LVR-Universitätsklinik Essen, der Lehrstuhl für Medizinmanagement der UDE sowie die Techniker Krankenkasse. Unterstützt wird das Vorhaben von der BundesArbeitsGemeinschaft der Patientenstellen und -Initiativen und der Deutschen Gesellschaft für Digitale Medizin. PANDORA steht für „Patient:innenbedarfe und -präferenzen zur Steigerung von Adhärenz in der Nutzung digitaler Versorgungsangebote“.

Zur PANDORA-Projektseite: http://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/pandora.762

Weitere Informationen:
PD Dr. Alexander Bäuerle, LVR-Universitätsklinik Essen, Bereichsleitung klinische Forschung, digitale Gesundheit und Digitalisierung, alexander.baeuerle@lvr.de, Tel. 0201/438755203

Redaktion:
Martin Rolshoven, Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen


Das Projektteam der LVR-Klinik (v. l. n. r.): Pascal Gläske, PD Dr. Alexander Bäuerle, Jil Beckord, Anna-Lena Frewer und Dr. Alexander Diel (© Sophia Karunakaran)

Pressekontakt

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