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10jähriges Jubiläum der psychologischen Beratungsstelle für Studierende der Medizin

[18.05.2018] Das Studium ist ohne Frage eine tolle Zeit. Dennoch sind Klausur- und Examensphasen mitunter stressig; kommen Nebenjob, Ärger mit den Mitbewohnern oder persönliche Sorgen dazu, können die Studierenden, in der Regel noch sehr junge Menschen, auch mal unter Druck geraten. Da kann eine psychologische Beratung unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen erhalten Medizinstudierende deshalb bereits seit zehn Jahren Coaching und Beratung durch eine eigene psychologische Beratungsstelle.

„Wir haben das Angebot vor 10 Jahren ins Leben gerufen, weil uns die Studierenden wichtig sind“, so Prof. Dr. Manfred Schedlowski. „Medizinstudierende sind in der Regel diejenigen mit dem Einser-Abi, die schon früh große Leistungsbereitschaft zeigen. Wenn dann im Studium die Anforderungen wachsen, kann es in Ausnahmefällen zu Krisensituationen kommen.“

Die psychologische Beratungsstelle für Studierende der Medizin, die vom Studiendekanat finanziert wird, bietet in solchen Situationen individuelle Hilfe an, auf Wunsch auch anonym. Termine werden unkompliziert per mail oder Telefon ausgemacht, die Beratung findet dann persönlich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen statt, etwas abseits vom Klinikbetrieb. Für ein Drittel der Studierenden reicht schon eine Einzelsitzung aus. „Die Meisten kommen für zwei bis vier Sitzungen in die Beratung und innerhalb dieser Zeit kann eine deutliche Besserung hergestellt werden“, so Diplom-Psychologin Sabine Vits, die die Beratungsstelle zum April übernommen hat. „Für manche ist der Besuch der Beratung eher eine wichtige Zwischeninstanz, um sich bei tiefsitzenderen Problemen über therapeutische Möglichkeiten und Anlaufstellen zu informieren.“ Jährlich kommen rund 100 Studierende, Tendenz steigend, überwiegend aus den vorklinischen Semestern. Im vertraulichen Gespräch können die Studierenden gemeinsam mit der Psychologin nach Lösungen suchen, die den (Uni-)Alltag leichter machen. Oft helfen schon Anleitungen zur Stressbewältigung oder Unterstützung beim Organisationsmanagement.

Etwa 39% der Themen, die die Studierenden mitbringen, hängen direkt mit dem Studium zusammen: Umgang mit Prüfungsangst, Zeit- und Leistungsdruck, Lernschwierigkeiten und anderen Belastungssituationen. Aber auch Essstörungen, Angststörungen, Probleme in Familie und Beziehung sind dabei. Die Beratungsstelle nimmt alle Sorgen der Studierenden ernst. „Wir sind für euch da, das ist unser wichtigstes Signal“; so Sabine Vits.

Pressekontakt

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