Meldungen aus der Medizinischen Fakultät

Erfolgreiche Premiere: Moderne medizinische Wissenschaft made in Essen auf dem NRW-Tag

[03.09.2018] Am Wochenende fand in Essen bei schönstem Spätsommerwetter der NRW Tag 2018 aus Anlass des 72. Landesgeburtstages statt. Mit dabei waren zum ersten Mal auch die Medizinische Fakultät der UDE. In den Zelten des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW stellten die Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Essen und das Simulations-Patienten-Programm der Fakultät Beispiele für moderne medizinische Forschung und Lehre vor. Ministerpräsident Dr. Armin Laschet und Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, und Oberbürgermeister Thomas Kufen informierten sich vor Ort über medizinische Wissenschaft made in Essen. Großes Interesse zeigten diese vor allem an der exzellenten Ausbildung zukünftiger Generationen von Ärztinnen und Ärzten sowie an der Vermittlung von Kommunikationsfertigkeiten im Umgang mit Patientinnen und Patienten.


Dr. Armin Laschet und Prof. Dr. Marcel Dudda (Foto Klaus Lemke)

Bei der Präsentation ging es besonders praktisch zu. So installierten das Team von Prof. Dr. Marcel Dudda und Dr. Stephanie Herbstreit gleich einen komplett nachgebauten Operationssaal in einem der Zelte. Über APPs demonstrierten sie den interessierten Besucherinnen und Besuchern medizinische Forschung zu zwei Krankheitsbildern, die viele Menschen betreffen können: zum Polytrauma (der gleichzeitigen Verletzung mehrerer Körperregionen, bei der mindestens eine lebensbedrohlich ist; kommt zum Beispiel häufig bei Verkehrsunfällen vor) und zur Sepsis (im Volksmund Blutvergiftung). Über „360°-Virtual Reality"-Brillen und Tablets konnten die Gäste u.a. einen unmittelbaren Eindruck vom inneren eines Schockraumes und eines echten Operationssaales bekommen.


(von links, Angelika Fritz, Ariane Raspe, Klaus Kaiser, Dr. Armin Laschet und Dr. Alexander Hanspach (Foto Klaus Lemke)

Das Team des Simulations-Patienten-Programms um Angelika Fritz und Ariane Raspe legte gleich Hand an die Besucher an: Wer sich traute, konnte sich absolut echt aussehende Wunden schminken lassen. Und dies natürlich mit einem ernsten wissenschaftlichen Hintergrund: Denn im Medizinstudium setzt die Fakultät seit vielen Jahren Simulations-Patienten ein, die Symptome verschiedener Erkrankungen nicht nur absolut authentisch darstellen können, sondern immer auch entsprechend zurechtgemacht werden. In der Folge blenden die Studierenden dann meist sehr schnell aus, dass es sich nur um eine Übungssituation handelt. Simulations-Patienten sind auch von großer Bedeutung für das frühzeitig Training einer emphatischen Arzt-Patienten-Kommunikation.

Die Universität Duisburg-Essen wurde von der Prorektorin für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Wissenstransfer Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer vertreten. Für die Fakultät waren Dekan Prof. Dr. Jan Buer und Geschäftsführer Dr. Alexander Hanspach vor Ort dabei.

Prof. Dr. Jan Buer: „Allen Beteiligten, die mit großem Engagement und ganz viel Herzblut diesen erfolgreichen Auftritt möglich gemacht haben gilt unser herzlicher Dank!“

Dr. Armin Laschet, Klaus Kaiser und Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer (Foto Klaus Lemke)