Meldungen aus der Medizinischen Fakultät

Medizinische Forschung für Hirntumorpatienten stärken: Erster Clinician Scientist in der Essener Hirntumorforschung

[28.11.2018] Medizinische Grundlagenforschung soll den Patientinnen und Patienten zu Gute kommen. Das gelingt am besten, wenn Grundlagenwissenschaften und Klinik eng zusammenarbeiten. Forschende Ärztinnen und Ärzte, sogenannte Clinician Scientists, arbeiten an dieser Schnittstelle. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen wurde nun die erste Stelle für einen solchen „Clinician Scientist“ in der Neuroonkologie des Universitätsklinikum Essen geschaffen und mit Dr. Sied Kebir besetzt.

Dr. Kebir wird in der Klinik für Neurologie von Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz zum Facharzt für Neurologie ausgebildet und befindet sich bereits im letzten Drittel seiner Facharztausbildung. „Ich freue mich auf die Arbeit hier in Essen“, so Dr. Kebir, der bereits in eine Vielzahl von Projekten eingebunden ist.
Während seiner Ausbildung erhält der Hirnforscher Unterstützung von drei Seiten: von der DKFZ-Abteilung Translationale Neuroonkologie am Westdeutschen Tumorzentrum (Prof. Dr. Björn Scheffler, Professor für Translationale Onkologie) und der Abteilung Klinische Neuroonkologie (Prof. Dr. Martin Glas) und der Klinik für Neurologie (Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz). „Wir wollen eine Generation von klinischen Wissenschaftlern entwickeln und fördern“, so Prof. Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie. „Gerade in der Neuroonkologie ist es für die Patientinnen und Patienten wichtig, dass grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse schnell an das Krankenbett gebracht werden und andererseits auch dringende klinische Fragen durch die Forschung beantwortet werden“, so Prof. Glas. „Unser Pilotmodell schlägt die translationale Brücke zwischen klinischer Patientenversorgung und klinisch-wissenschaftlichen Studien“, betont Prof. Scheffler.