Schwerpunkt Onkologie

Das Westdeutsche Tumorzentrum Essen (WTZ) ist das Comprehensive Cancer Center (CCC) der Universitätsmedizin Essen und das einzige von der Deutschen Krebshilfe geförderte Onkologische Spitzenzentrum in der Metropolregion Ruhr. Das WTZ verknüpft seit mehr als 40 Jahren exzellente Krankenversorgung mit international sichtbarer Krebsforschung. Mehrere hundert Ärzte und Wissenschaftler aus knapp 40 Kliniken und Instituten arbeiten hier in 14 interdisziplinaren Behandlungsprogrammen zusammen und bieten jedem Krebspatienten maßgeschneiderte Therapien an. Manche Behandlungsprogramme haben sich zu großen eigenen Zentren weiterentwickelt, an denen weitere Kliniken der Region beteiligt sind.

Seit 2018 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum Köln zur Bildung des Cancer Research Center Cologne Essen (CCCE) – mit dem Ziel der weiteren Strukturierung und Fokussierung in der onkologischen Forschung und Krankenversorgung der beiden großen Krebszentren sowie der Beschleunigung im Transfer neuester Erkenntnisse in eine verbesserte Diagnose und Behandlung.

Am WTZ wird der Grundsatz gelebt, dass die Ärzte zu den Patienten kommen. Der Vorteil: kurze Wege für die Patienten und optimale interdisziplinare Absprachen zwischen den Fachexperten. Auch ambulante und stationäre Behandlungen ergänzen sich dadurch optimal. Die 2008 eröffnete WTZ-Ambulanz hat Modellcharakter für andere Krebszentren und ist oft erste Anlaufstelle für die Krebspatienten.

Für onkologische Forschung und Lehre auf höchstem Niveau steht die Medizinische Fakultät der UDE. Wissenschaftler und Ärzte arbeiten mit nationalen und internationalen Forschungsgruppen zusammen. Das gemeinsame Ziel lautet: Neueste Erkenntnisse aus der Forschung sollen so schnell wie möglich beim Patienten ankommen. Jedes der 14 Behandlungsprogramme wird daher auch von einem translationalen Forschungsprogramm flankiert. Zudem gibt es das „Precision Oncology Program“, kurz POP genannt. Dabei werden Tumorproben nach bestimmten Biomarkern durchsucht, um zielgerichtete Medikamente für die Therapie bestimmen zu können.

Die Essener Krebsforscher widmen sich auch der wichtigen Aufgabe, die Ursachen der Krebsentstehung und die grundlegenden biologischen Eigenschaften der verschiedenen Krebserkrankungen herauszufinden. Das WTZ ist gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf ein Partnerstandort des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Insgesamt sieben onkologische Spitzenzentren bilden mit dem DKFZ als Kernzentrum das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK). In folgenden fünf DKTK-Forschungsprogrammen arbeiten Ärzte und Wissenschaftler standortübergreifend zusammen:

Im Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) arbeiten die Experten des Tumorzentrums und der Fakultäten für Biologie und Chemie der UDE interdisziplinar zusammen und treiben die Grundlagenforschung voran.

Fazit
Das WTZ bringt seine Kompetenzen in viele national und international kooperierende Arbeits- und Studiengruppen ein. Die hohe Zahl der am WTZ behandelten komplexen Erkrankungsfälle ermöglicht die Entwicklung und Bewertung neuer Technologien sowie die Arbeit an translationalen Fragestellungen. Im Vordergrund stehen dabei die Bereiche:

  1. personalisierte Krebstherapie mit einem einzigartigen Studienportfolio zu Phase-I Einzel- und Kombinationswirkstoffen und Programmen zur Entwicklung von Biomarkern

  2. chirurgische Onkologie mit spezialisierten Forschungsprogrammen und Operationsverfahren

  3. Radioonkologie mit dem Westdeutschen Protonentherapiezentrum sowie innovativen Bildgebungs- und Therapiemöglichkeiten

  4. Transplantationsprogramm mit Verknüpfung zur immunologischen Forschung

Schwerpunktsprecher

Prof. Schadendorf (Klinik für Dermatologie)
Tel.: +049 (0)201/723-2430
Fax: +049 (0)201/723-5070

Prof. Dr. Ralf Küppers (Institut für Zellbiologie)
Tel.: +049 (0)201/723-3384
Fax: +049 (0)201/723-3386

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In diesem kurzen Film stellen wir Ihnen das Westdeutsche Tumorzentrum Essen (WTZ) vor, eines von mittlerweile dreizehn onkologischen Spitzenzentren in Deutschland.