GreenIT

GREEN-IT an der UDE

Zu den wichtigsten infrastrukturellen Erfolgsvoraussetzungen einer Universität zählt eine sichere und funktionsfähige IT. Dabei zeigt sich, dass durch die seit vielen Jahren wachsende Bedeutung der IT, diese mit einem erheblichen Energieeinsatz für den Betrieb und deren Kühlung verbunden ist.

Daher modernisiert das ZIM der Universität Duisburg-Essen seine IT-Infrastruktur und setzt dabei auf ein differenziertes Maßnahmenpaket zur Begrenzung des IT-bezogenen Stromverbrauchs. Die Arbeitsweise des ZIM vereint dabei ökonomisches Handeln mit ökologischem Denken.

Ziel ist es, den für den Betrieb der IT der Universität Duisburg-Essen notwendigen Verbrauch natürlicher Ressourcen kontinuierlich zu senken und die Angehörigen der UDE durch Webseiten und Beiträgen in den sozialen Medien für das Thema Green-IT und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

GreenIT in den Serverräumen

Ein zentrales Thema beim Stichwort Green IT sind die Rechenzentren, da diese zu den größten Stromverbrauchern zählen.

Nachdem bereits im Jahr 2013 die Kaltgang-Einhausung in dem Serverraum an der Schützenbahn zu einem erheblich geringeren Strombedarf geführt hat, wird bei der Hardwarebeschaffung auf eine hohe Rechenleistung pro Watt geachtet. Durch diese Kennzahl ist es heute möglich, sparsame Hardware – bei gleichzeitig hoher Rechenleistung – zu beschaffen.

Auch bei der Auswahl des neuen HPC-Systems 2016 war dies ein wichtiges Kriterium. Der durch das ZIM verwaltete neue Hochleistungsrechner magnitUDE erreichte im Juni im Top-500-Ranking Platz 279 (Juni 2016), belegte aber im Bereich Green-IT Platz 48 weltweit (Juni 2016) und Platz 2 in Deutschland bei Universitäten. magnitUDE ist damit hinsichtlich der Rechenleistung pro Watt deutlich effizienter als viele andere Supercomputer.

Auch bei der Anmietung des neuen Data Center im Duisburger Logport stehen moderne Energiesparkonzepte sowie Energieeffizienz im Vordergrund.

 

GreenIT am Arbeitsplatz

Jeder Arbeitsplatz verursacht Energiekosten. Daher wird empfohlen, dass die Ausstattung nur den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsplatzes genügen muss.

Ein Leitfaden zu Green-IT am Arbeitsplatz gibt Tipps, wie Sie Ihren bestehenden Arbeitsplatz für die CO2-Einsparung optimieren können.

In einem weiteren Schritt wurde eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI) in Verbindung mit Thin Clients aufgebaut. Thin Clients haben vier entscheidende Vorteile: Sie haben eine deutlich längere Lebensdauer als normale Desktop-PC, führen damit zu einer Entkopplung der Lebenszyklen von Hard- und Software, sind energie- und materialsparender herzustellen und leichter zu transportieren und verbrauchen dabei auch noch deutlich weniger Strom. Dies ist möglich, da überwiegend Server-Ressourcen genutzt werden, die wiederum effektiver auszulasten sind. Dadurch verbessert sich auch die Flexibilität der gesamten IT, da neue IT-Arbeitsplätze innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt werden können, zum Beispiel für neue Mitarbeiter/innen oder für kurzfristige Spezialaufgaben.